Du kannst nicht alles tun, was die Welt braucht, aber die Welt braucht all das Gute, was Du tust. Ich sprech' mir aus der Seele. Punkt.

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Freitag, 23. März 2012

Früher war nur einmal in der Woche Sonntag


Wir Menschen von hier und jetzt haben so viele materielle Sehnsüchte. So viele Dinge oder Ziele, die wir bekommen oder erreichen wollen. Bevor wir haben was wir wollen sind wir sehr aufgeregt, spüren den großen Nervenkitzel und das Abenteuer. Etwas das wir haben wollen, gibt uns einen großen Kick. Es passiert etwas neues und wir sind kurz davor. Und dann haben wir das Auto, das Haus, den Ruhm, die tolle Frau oder den coolen Typ. Aber plötzlich ist alles wieder bedeutungslos. Was ist passiert? Unser Verstand hat es einfach entmaterialisiert. Das Auto zum Beispiel steht jetzt in der Auffahrt aber es gibt keine Aufregung mehr. Die Aufregung und Begeisterung lag nur im - es haben wollen. Wir sind so betrunken von Wünschen, dass wir unser innerstes vergessen. Nun ist der Wunsch erfüllt, wir haben das Auto, das Haus, die tolle Frau oder der coole Typ liegt in unserem Bett. Vielleicht sind wir gesellschaftlich aufgestiegen und das große Geld ist auf dem Bankkonto. Doch die Aufregung verschwindet. Wieder ist sie da die Leere, bereit uns aufzufressen. Wieder erfinden wir einen weiteren Wunsch, um aus diesem gähnenden Abgrund zu entkommen.

So bleibt von uns wohl nichts weiter übrig als eine ständige Vorwärtsbewegung von aneinandergereihten Wünschen. Was sind wir anderes geworden als Bettler auf hohem Niveau, in einer Wegwerfgesellschaft? Wo alles nur noch auf Massenproduktion basiert. Wo sind unsere Werte? Wo ist die Liebe zum Detail geblieben, zu jedem einzelnen unserer Mitwesen? Früher hat man sich noch auf den Sonntagsbraten gefreut, heute ist jeden Tag Sonntag und wir sind sowas von satt. Das ganze Leben beweist es und beweist es immer wieder - jeder Wunsch, früher oder später, frustriert. Wenn das Ziel erreicht ist, brauchen wir ein weiteres Begehren, haben eine neue Sehnsucht. Der Tag an dem wir begreifen, das Wünsche als solche, in letzter Distanz immer zum scheitern verurteilt sind, ist der Wendepunkt in unserem Leben. Dann begreifen wir vielleicht endlich, was wir uns, den anderen und der Natur mit dieser Gier antun.


Bex@zurück auf Werkseinstellung


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