Du kannst nicht alles tun, was die Welt braucht, aber die Welt braucht all das Gute, was Du tust. Ich sprech' mir aus der Seele. Punkt.

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Dienstag, 22. März 2011

"Du Anfänger!"-Das Exorbitante Kompliment




"Wer zur allerhöchsten Erkenntnis gelangen will,
sollte Anfänger nicht gering schätzen.
Denn die geringsten 
besitzen mitunter die höchste Weisheit, 
während die Höchsten oft eine Weisheit 
mit einem blinden Fleck besitzen"
 Hui Neng


Manchmal verlieren wir den Blick in die Tiefe, wir vergessen unsere eigenen Fehler auf unserer Wanderung und deren enorme Wichtigkeit in unserem Leben. Wir haben scheinbar vergessen, dass auch wir, nur durch Übung und Wiederholung, auch von Fehlverhalten, unseren persönlichen Erfolg erreichen konnten. Vor allem haben wir durch manche Dummheit viel gelernt. Jeden Tag ärgern wir uns über "Dilettanten" im Straßenverkehr oder in unseren Büros und Geschäften. Eben über alle die "unter uns" sind. Die Praktikanten, Gouvernanten, Verwandten, Bekannten, Passanten, Arroganten...einfach alle "Anten" mit oder ohne "Dilett". Wir sind einfach immer besser "als die". Wir nehmen viele Menschen garnicht für voll. "Schau mal, der kann nicht einmal Rechtsschreibung, so wird das doch garnicht geschriben, dass schreibt man mit "ie". "Dort, ist noch ein Fehler, wie peinlich, der kann ja nicht einmal richtig Deutsch". Worüber hat jener "Anfänger" eigentlich geschrieben? Inhalt? Keine blasse Ahnung. Wie oft entschuldigen sich Menschen für ihre Rechtsschreibfehler in einer an mich gesendeten e Mail. Nennen wir es doch einfach "menschlich", oder "Abenteuer-lesen". Wer einen Menschen demnach be- und ver-urteilt hat wirklich noch nichts begriffen. Wir konzentrieren uns dermassen auf die Fehler der Anderen, dass wir keinen Blick mehr für den Inhalt haben.  "Und den da, den Sportjournalist, den feuern wir, denn Drogen hat der auch schon genommen...2007, sowas können wir nicht behalten". Egal ob das ein guter Moderator war oder nicht und dass er schon seit Jahren "Clean" war. "Der muß weg". Das wir aber alle selber schon im Keller von unseren Hippie-Onkeln eine Tüte geraucht haben mit 17, dass war ja etwas ganz anderes. Das ist Geschichte und vergessen. Genau so, wie den ersten Vollrausch mit 16 in der Dorf-Disse, oder die vielen Zigaretten, die wir täglich immer noch inhalieren. Obwohl wir überall auf den Schachteln immer die gleiche unsichtbare Botschaft lesen: Du Dilettant! Die Frage ist; Wo fängt Dilettantismus eigentlich an und wann hören wir selbst damit auf? Wenn ein Handwerker im Bad pfuscht, ist das eine Frechheit. Wenn unser geliebter Gourmetkoch zu viel Salz verwendet, ist er verliebt. Wohl dem, der vergibt.

"Everything that you say or do
turns back to you" 


Sehr verehrte Damen und Herren Perfektionanten, worauf will ich wohl hinaus? Nun, es ist klar das wir einen gewissen Anspruch an andere haben. Wir wollen immerzu ordentlich "bedient" werden. Ist ja alles recht und schön. Wir wollen fortwährend, dass unsere in Auftrag gegebene Erwartung, ordentlich erledigt wird, schließlich bezahlen wir viel Geld dafür. Reicht das denn? Ist es damit getan? Karma-Online-Banking? Kann man sich mit seinem Geld, Einfluss oder seiner Machtposition, auf Dauer unverschont wie ein Tyrann verhalten, und ein unsichtbares Gesetz erkaufen? Können wir die Natur, die Tiere und die Menschen weiterhin, schlachten und ausbeuten, weil wir uns für Exorbitant halten? Im Namen der Wirtschaftlichkeit. Wie lange hält uns unsere materielle Macht wohl noch fern von dem Gesetz, dass alles was wir tun zu uns zurück kommt. Was ist mit unserer eigenen "bescheidenen" Lebensweise? Ist unser Verhalten denn wirklich respektvoll, wahrhaft ehrlich, natürlich, schlicht vernünftig und gescheit? Haben wir genug Nachsicht mit denen die, unserer Meinung nach, noch keine Weitsicht haben? Erledigen wir denn selbst alles "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit?" Vielleicht erkennen wir jetzt in diesem Moment, ein wenig unseren eigenen Hochmut und unseren unbändigen Geltungsdrang. Den wir aufgrund der Macht des Geldes, des Titels oder des beruflichen Erfolges gleich mit-erwirtschaftet haben. Lieber sind wir voller Demut und nicht Stolz, besser noch DANKBAR für das was wir erreicht haben. Im ZEN nennt man das den "Anfänger-Geist bewahren". Mögen wir immer daran denken, auch wenn wir der Meinung sind ein "Spezialist" zu sein und die Erfahrung und Weisheit schon in Eimern nach Hause getragen haben. Anfänger wollen wissen und sind in der Lage sich weiterhin frei zu entfalten und bleiben lernfähig. Mit selbstgefälligen Gedanken begrenzen wir nur unser Bewusstsein, hören auf zu wachsen und verlieren die Fähigkeit etwas neues anzufangen und einzuüben, schlicht, zu tun. Es wird höchste Zeit für bewusste Menschen und neue Spezialgebiete auf diesem Planeten:

"Wenn du immer nur das tust, 
was Du schon kannst, 
wirst Du immer nur das bleiben, 
was Du schon bist!"
(unbekannt, aber sicher von einem Anfänger) 

Bex@Alles Neu! :-)



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